Festung Hohensalzburg
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Um die Salzwege und das Umland (und natürlich sich selber) zu schützen, ließ Erzbischof Gebhart 1077 die Festung Hohensalzburg auf dem Mönchsberg errichten. Der Teil des Berges heisst heute Festungsberg. Erweitert wurde die größte vollständig erhaltene Burg Mitteleuropas von 1495 bis 1519 durch Leonhard von Keutschach.

Die Festung Hohensalzburg prägt das Stadtbild || foto: Frank Fox
Durch das Burgmuseum, den genialen Ausblick und die wunderschönen Fürstenzimmer ist die Festung Hohensalzburg die Topadresse der Salzburger Sehenswürdigkeiten. Seit 1892 kann man auch mit einer Standseilbahn, der Festungsbahn, von der Festungsgasse aus zur - dreimal darfst raten - Festung rauffahren.
Das ist gut.
Denn wie Dr. Codswallop mir bei seinem letzten Salzburg-Besuch anvertraute:
"Dreimal versuchte ich die Festung zu Fuß zu erreichen - und dreimal bin ich beim Stieglkeller hängengeblieben. Erst mit der Festungsbahn habe ich es endlich geschafft."
Die Festung Hohensalzburg vom Kapuzinerberg aus betrachtet:

Festung Hohensalzburg - Sicht vom Kapuzinerberg || foto: Horst Herzog
In ihren über 900 Jahren hat die Festung Hohensalzburg allen Belagerungen standgehalten.
Die Silhouette der Festung ist auch das Wahrzeichen der Stadt Salzburg, immerhin ist sie der prominenteste Blickfang der Skyline.
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Die Stierwascher
Ein Österreichweit gebräuchlicher Ausdruck für die Salzburger ist ja Stierwascher. Aber wieso? Ich meine wer wäscht schon Stiere?
Na, die Salzburger eben.
Und zwar kam das so:
Vor ungefähr 500 Jahren gabs einen Bauernaufstand. Wahrscheinlich im Zuge der österreichweiten Bauernaufstände, um 1525 (siehe auch Tirol bzw. Michael Gaismaier). Einnehmen konnten die Bauern die Festung Hohensalzburg nicht, obwohl sie den Erzbischof verständlicherweise gern einen Kopf kürzer gemacht hätten. Also haben sie sich versammelt, um die Festung auszuhungern.
Das wäre ihnen auch fast gelungen. In ihrer Verzweiflung nahmen die Stadtwachen den letzten Stier und führten ihn die Mauer entlang - wo ihn jeder sehen konnte. Der Stier wurde allerdings nicht geschlachtet, sondern bemalt, so dass es aussah, als würde ein weiterer - ganz anderer Stier - danach die Mauer entlanggeführt werden. Danach wuschen sie den Stier, bemalten ihn wieder anders und präsentierten ihn wieder den Belagerern.
Das ging so lange so dahin, bis die Bauern irgendwann aufgaben, angesichts der schier unerschöpflichen Vorräte auf der Festung.
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